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Wie ich das vergangene Jahr erlebt habe und was wir uns alle für das neue Jahr vornehmen sollten

Zum 1.1. dieses Jahres habe ich mein Leben komplett umgekrempelt.

Ein kurzer Exkurs:

Ich habe meinen „sicheren“ Job bei der Bank aufgegeben, um endlich mein Ding zu machen und dem nachzugehen, woran ich Spaß habe. Nicht, dass mir mein Job keinen Spaß gemacht hat. Ich habe wirklich gerne mit meinen Ex-Kollegen zusammen gearbeitet, teilweise habe ich mit Kunden Bekanntschaften und Freundschaften geschlossen, und es war ein Job in dem ich mich sicher gefühlt habe. Doch es war nicht meine Berufung. Ich konnte mir nicht vorstellen die nächsten 40 Jahre diesen Job auszuüben. Und die Umstrukturierungen in dem Unternehmen haben es nicht besser gemacht. Kollegen und Mitarbeiter wurden spürbar unzufriedener, und ich wusste: Wenn ich etwas ändern muss, dann jetzt. Ich wollte keinesfalls unglücklich werden – und erst recht nicht durch eine Sache, die ich ändern konnte. Mein Arbeitgeber hat mir die Entscheidung noch etwas leichter gemacht, indem er an die Mitarbeiter Abfindungen zahlte, die freiwillig kündigen. So habe ich nach meinem Abgang im Februar/März eine Reise nach Neuseeland gemacht. Es war das Beste, was ich in meinem bisherigen Leben machen konnte! Ich wollte immer mal für längere Zeit verreisen und die Luft eines Backpackers schnuppern 😀 Auf der Reise sind mir durch Gespräche mit neuen Bekannten und alten Freunden so einige Dinge klar geworden. Und auch danach brauchte ich noch einige Wochen, um mir darüber klar zu werden, was will ich und wo will ich hin. Alles braucht seine Zeit und man findet seinen Weg, wenn man sich dafür die nötige Zeit gibt. Um weiter dazu zu lernen, begann ich im Juni meine ersten Weiterbildungen und im Januar kann ich mich dann offiziell Social Media Marketing Managerin nennen. Wer hätte das vor einem Jahr noch gedacht?!

Neuseeland – Bay of Islands im März

Rückblickend waren es ziemlich aufregende, aber auch schweißtreibende Monate, kann ich dir sagen. Manchmal haben mich auch schlaflose Nächte und Bauchweh geplagt… Aber weißt du was?

Es hat sich sowas von gelohnt und ich bereue nichts!

Warum ich davon erzähle? Im November hatte ich noch gejammert, dass sich das Jahr schon wieder dem Ende neigt. Die ganzen schönen Dinge, auf die man sich so lange gefreut hat, liegen schon wieder hinter einem. Ziemlich deprimierend. In der Vergangenheit war ich ein Mensch, der gerne plante, es aber manchmal an der Umsetzung scheiterte. Ich habe mir von Anfang an viel zu viel vorgenommen, mich von anderen und dadurch auch von mir selbst ausbremsen lassen. Ich stand deshalb unter permanentem Druck, was mich super genervt hat.

Für mich ist der 1.1. mittlerweile zwar nur noch ein weiteres Datum, das sich ändert. Von Vorsätzen á la „Ich mache Diät und gehe 6x pro Woche zum Sport“ halte ich ja schon mal so gar nichts. Doch ich habe für mich entschieden auch dieses Jahresende wieder als perfekte Gelegenheit zu sehen die vergangenen Monate zu analysieren und für 2019 tolle, neue Pläne zu schmieden. 2018 war schon ein guter Anfang. 2019 möchte ich aber noch mehr aus mir herausholen und richtig durchstarten 🙂

Um mich selbst und das vergangene Jahr selbst zu reflektieren, sind für mich folgende zwei Fragen elementar:

Was habe ich in diesem Jahr erreicht? Was möchte ich im nächsten Jahr erreichen?

Eine realistische To-Do-Liste hilft mir dabei die Ziele im Auge zu behalten und mich dennoch selbst nicht wieder so sehr unter Druck zu setzen. Ich halte mich dabei bescheiden, sodass ich an den Zielen auch noch Spaß habe!

Dies sind meine Ziele für das Jahr 2019:

  • Mehr Zeit schaffen für die eigene Leidenschaft

Gekocht habe ich ja schon immer gerne. Und erst kürzlich hat mich Facebook daran erinnert, dass ich wohl schon 2012 leckere Gerichte (mehr oder weniger schön) abgelichtet habe 😀 In diesem Jahr habe ich, dank einiger Menschen, die mich dazu ermutigt und inspiriert haben, meine Leidenschaft für das Kochen ausgebaut und das Food-Bloggen für mich entdeckt. Zukünftig möchte ich an meinen Skills in der Fotografie & im Bloggen arbeiten und besser werden. Von meinen Idolen auf Instagram bin ich ja noch weeeeit entfernt. Ich weiß, dass da viel Arbeit auf mich zukommt, aber ich hab Bock drauf 🙂

  • Kontakte besser pflegen

Mir ist aufgefallen, dass ich allein in diesem Jahr so viele nette Menschen kennengelernt habe. Ob das auf meiner Reise war, ein Wiedersehen nach Jaaahren, oder Freunde von Freunden von Freunden 😀 Leider fehlt mir (und dir sicherlich auch) oft die Zeit, mich mit diesen Menschen auszutauschen, nachzuhören was bei denen los ist und sich vor allem mal persönlich zu treffen. Ich denke oft dran, weiß aber auch oft nicht wo mir der Kopf steht. Und das möchte ich im kommenden Jahr unbedingt ändern.

  • Mehr Zeit für die Familie und Entspannung

Ich weiß nicht wie es bei dir aussieht, aber in meinem Leben ist oft sehr viel los. Arbeit, Studium, Hobby, Freunde und Familie zu vereinen, ist manchmal gar nicht so einfach. Ich weiß aber wie wichtig die (Aus)Zeit gerade mit Freunden und Familie ist – und wie die Meisten wissen und mich kennen, bin ich auch gerne mal unterwegs. Mindestens 1x im Monat bin ich on Tour! Sei es bei Freunden im Allgäu, beim Opa in Sachsen-Anhalt oder bei der Cousine in Berlin. Diese Zeiten habe ich in der Vergangenheit so zu schätzen gelernt, dass ich diese auch weiter pflegen möchte.

Ich bin viel zu lange in der Vergangenheit mit angezogener Handbremse durch die Welt geeiert, weil ich keine Ahnung hatte, was und wohin ich eigentlich will. Das hat mich damals viel Zeit gekostet. Ich würde nicht sagen, dass es mich ärgert, denn gut Ding will Weile haben. Doch dieses Jahr hat mir sehr dabei geholfen herauszufinden, was ich will, was ich mag und wohin ich will.

Deshalb rate ich dir: Mach es einfach, anstatt ständig hin und her zu überlegen, wie du dies und jenes anders oder besser machen kannst. Ich sag ja nicht, dass du gleich aufs volle Risiko gehen musst. Ein erster kleiner Schritt tut es auch… Hauptsache, du bewegst dich – in die richtige Richtung und bleibst nicht auf der Stelle stehen.

Zu guter Letzt gebe ich dir keine Anregung, sondern eine Aufforderung anlässlich zu Silvester: Feier dich selbst! Im Ernst jetzt! Wir sind viel zu selten selber stolz auf das, was wir machen und erreichen. Doch du hast es dir verdient!

Alles Liebe und erdenklich Gute für das neue Jahr ❤️

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